In den letzten 2-3 Wochen gab es wieder eine rege Diskussion um die Social Media Buttons. Fast alle Blogger haben diese in ihrem Blog eingebaut aber scheinbar klickt kaum einer diese schönen Netzwerk Buttons von Facebook, Twitter oder Google. Da wird sogar schon von Klickgeiz geredet. Zumindest ist dass der allgemeine Tenor, den man von zahlreichen Blogs entnehmen kann. Aber stimmt das wirklich? Oder haben einige einfach zu hohe Erwartungen und falsche Vorstellungen?
Was ich an dieser Diskussion besonders bemerkenswert finde, ist die Tatsache das ausgerechnet diejenigen am lautesten rumheulen, die bei anderen selbst kaum mal einen dieser Social Buttons betätigen. Ist ja relativ einfach nachvollziehbar. Ein Blick in deren Twitter Timeline oder Facebook offenbart das komplette Übel. Interessanterweise bleibt aber immer genug Zeit zum Kommentieren und dabei wird kaum eines der eigenen Projekte vergessen. Die Facebook und Twitter Buttons werden aber fleißig ignoriert. Schade, sind halt immer die Gleichen, die Fordern und gut nehmen können aber es mit dem Geben nicht so genau nehmen. Selbst nach der intensiv geführten Diskussion noch. Das soll hier aber nicht das Thema sein jedoch hat das erwähnte auch mit dem Erfolg oder Misserfolg von den Social Media Buttons zutun.
Ich habe mich mal umgeschaut, ob es denn wirklich so ist, dass kaum jemand diese Buttons nutzt. Mein Fazit bisher, es liegt letztendlich an jedem Selbst und die Lösung ist eigentlich total simpel.
Präsenz im Netzwerk(en)
Speziell Twitter und Facebook können kurzfristig für viel Traffic sorgen und für die meisten bedeutet dies auch der schnellste sowie einfachste Weg. Entsprechend groß ist dann die Enttäuschung, wenn der Traffic und Feedback (Betätigen der Buttons) zum Großteil ausbleibt. Ich habe bei mir und meinen Blogs festgestellt, dass der Twitter Button gerne genutzt wird und ich auch Traffic von daher beziehe aber Facebook fast ohne Wirkung ist. Der Grund ist aber auch sehr schnell ersichtlich: bei Twitter bin ich täglich präsent aber viel wichtiger ist, dass ich dort auch kommuniziere, was bei Facebook hingegen kaum der Fall ist. Also bin ich bei Facebook etwas aktiver geworden und siehe da, es hat sich gleich positiv bemerkbar gemacht. Das ist der erste Schritt den man machen sollte, wenn man etwas ernsthaft bewegen will.
Sharing is Caring
Das ist etwas, was man auch unbedingt beherzigen sollte. Jeder kennt bestimmt bei Twitter das Phänomen: Da sind Leute unterwegs, die Twittern nur ihre eigenen Artikel oder manchmal auch Artikel von anderen, indem sie aber explizit erwähnt oder verlinkt werden. Das sind dann die Typischen Ego Twitterer, die man irgendwann mal satt hat und deshalb auch immer öfters aus der Timeline fliegen. Ist bei mir ebenso und ich ignoriere auch deren Tweets. Interessante und lesenswerte Artikel gibt es viele, die sollte man ruhig mit seiner Leserschaft, Follower und Facebook Freunden teilen. Es gibt ein paar gute Beispiele, die auf dieser Art und Weise eine große Schar an Follower hat. Spontan fallen mir da Sergej aka wpSEO, Falk der Wissenssucher, Exil Düsseldorfer derWebarchitekt und Piet hasumifrabu ein. Die haben alle eins gemeinsam, die Twittern unheimlich viel interessantes Zeug aber kaum eigene Artikel. Wenn dann doch mal ein eigener Artikel dabei ist, gibt es jede Menge Feedback und Retweets. Den Leuten könnt ihr auch ohne Weiteres in Twitter folgen, da sind ständig lesenswerte Sachen dabei.
Button = Trigger
Mich erstaunt auch, warum bei der Diskussion einige auf die angezeigte Menge der Button Betätigungen verweisen. Da wird dann gleichzeitig behauptet, dass der Artikel nicht oder kaum in Twitter oder Facebook verbreitet werden würde. Das ist häufig ein falscher Eindruck, den man da bekommt. Oftmals ist genau das Gegenteil der Fall. Es braucht beispielsweise nur einer den Twitter Button betätigt zu haben und dann wird diese Twitter Nachricht von vielen anderen Retweetet. Der Autor bekommt dies vielleicht gar nicht so richtig mit und sieht nur die vermeintlich geringe Zahl der Leute, die den Button geklickt haben. Wenn man dann selber kaum in solchen Netzwerken aktiv ist, verstärkt sich dieser Eindruck umso mehr. Da hilft dann auch kein Aufruf an die lieben Blogger Kollegen. Da bekommt man allerhöchstens ein paar Mitleidsklicks und am nächsten Tag ist es eh alles wieder vergessen.
Falsche Erwartungen
Einige haben meiner Meinung nach auch komplett falsche Vorstellungen oder unrealistische Erwartungen von den Social Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Da werden binnen kürzester Zeit zu Hunderten neue Freunde und Follower angehäuft, zu dem man NULL Beziehung hat und erwartet dann noch allen Ernstes das jeder davon den gerade geschriebenen Artikel anklickt, liest und via Button verbreitet? Über die neuesten Kosmetikprodukte zu berichten ist ja schön und gut aber es ist nun mal so, dass beispielsweise ein Großteil der Männer das nicht wirklich interessiert. Wenn man dann noch feststellt, dass man da eigentlich nur umgeschriebene Produktbeschreibungen serviert bekommt und alles in Richtung Amazon geht, sollte doch eigentlich klar sein, dass das Feedback gen Zero tendiert.
No Go Aktionen
Da hilft es auch nicht, irgendwann spezielle Listen auf Twitter anzulegen, die mit so tollen Namen wie “Folgt nicht zurück” oder “Retweetet nicht” zu benennen und all die unwilligen Follower einträgt, um diese ein wenig zu ihrem “Glück” zwingen zu wollen. Der Schuss ging dann aber richtig nach hinten los, da wurde kurzerhand mal der “Ignorieren” oder “Blockieren” Button von vielen Betroffenen gedrückt. Schon blöd, da bringt man doch endlich mal die Leute dazu einen Button zu klicken und dann ist es auch noch der Falsche. Das sind natürlich nur absolute Ausnahmefälle aber diese gibt es leider auch. Da wurde Sinn und Zweck nicht verstanden und man hatte wohl scheinbar die falschen Erwartungen gehabt. Irgendetwas zu erzwingen, ist da der total falsche Weg. Wer sich als kommunikative Einbahnstraße entpuppt, hat es eben definitiv schwerer als andere.
Letztendlich ist es natürlich jedem selber überlassen, wie und wo man agiert aber wer nicht bereit ist, ein wenig zu investieren und auf den jeweiligen Kanälen zu kommunizieren, der darf sich nicht noch beschweren. Ich persönlich denke, dass diese Social Media Buttons eher die Funktion haben, dem Autor nicht nur für den Artikel zu danken, sondern auch Feedback für sein “Social Engagement” zukommen zu lassen. Sympathie spielt da sicherlich auch eine gewisse Rolle. Zumindest bei mir.
So, genug ausgekotzt.






Mein Name ist Christoph Hanenkamp und ich blogge hier auf wp-zone.de über meine Erfahrungen mit Wordpress, SEO und anderen Webmaster Themen. Wer mit mir persönlich in Kontakt treten möchte, kann dies gerne über 



Tja, ich habe sowas auch schon festgestellt. Was mir eben extrem ausffällt, ist, dass das auch altersabhängig ist. Die jüngeren User kommentieren mehr, sind besser verlinkt, drücken mehr die Buttons, sind da kommunikativer. Den etwas Älteren scheint das manchmal eher peinlich zu sein, und die Jüngeren sind da einfach aktiver.
Ich sehe das auch an meinem Blog, ich habe ja auch eher mehr ältere Followers und Freunde auf Facebook. Ich habe zwar gute Besucherzahlen, aber fast keine Kommentare.
Wenn ich mich aber z.B. auf einer Plattform wie Kleiderkreisel befinde, wo sehr viele junge Frauen unterwegs sind, da wird gepostet, kommentiert, geliket, bis das Internet glüht :-) Ich denke, da nehmen uns die Jüngeren einfach die Wurst vom Teller. So ist das eben…
Genau das Thema hatte ich neulich mit einer Bekannten am Telefon. Die etwas Älteren tun sich da einfach schwerer, und mancher weiss dann auch einfach nicht, wozu das gut sein soll, oder denkt sich, was soll ich denn da schreiben. Die machen sich teilweise einfach zu viel Gedanken, während andere einfach was hinschreiben und einen Button drücken. Viele finden es einfach albern… nur bei sich selber nicht :-)
Du schreibst, wenn jemand eine kommunikative Einbahnstrasse ist, dann hat er keinen Erfolg. Das sehe ich auch so. Viele erwarten selber, dass man ihre Sachen mag, oder liesst, aber selber sind sie passiv.
Wenn mich was interessiert, bin ich auch sehr aktiv, retweete, schreibe Kommentare. Man muss ja nicht zu allem seinen Senf dazugeben, aber wenn man einen Blog hat, dann freut man sich auch über Feedback – nur erwarten oder erzwingen kann man das nicht, wie Du auch sagst.
Jop, schön geschrieben.
Vor Allem der Punkt “Falsche Erwartungen” ist in der Tat ein weit verbreitetes Thema. Ich merke es selbst. Viele Retweets oder Tweets allgemein haben keine Mention und da bekommt man sicher auch 1-2/3 nicht mit.
Ich denke wenn man wirklich wissen will ob z.B. Twitter und Facebook in Sachen Traffic funktionieren sollte man nicht auf die Zahlen gucken, wie oft welcher Button angeklickt wurde, sondern entweder die Twitter-Suche benutzen und nach einem Teil des Titels-Suchen, oder aber auf Traffic-Zahlen achten und gucken was am Tag der Veröffentlichung reinkam ;-)
PS: Gibt ja auch noch die Suche nach Tweets mit einer bestimmten URL im Titel.
schön aufgedröselt! sachlich und detailliert – und gar nicht ausgekotzt ;-)
man kann es m.E. auf das Fazit eindampfen: ohne aktivität und echte interaktion auf facebook und twitter wird das nur in ausnahmefällen mit dem traffic etwas.
hier gilt eben auch:
garbage in (= z.B. einfach nur RSS auf twitter oder nur Ego-Tweeting),
garbage out (=keine resonanz)
gleich mal geliked und getwittert :)
Naja, ich habe keine Buttons im Blog. Vielleicht sollte ich das mal ändern :-) und meine beste Freundin würde den mal drücken.
Sie steht hier bei mir, und lobt meine Stricksachen über den grünen Klee, und ich höre so Sachen wie: boah wie geil, wo nimmst Du denn Deine Ideen her? Sie kriegt sich nicht mehr ein…
Sag ich: schreib doch mal nen Kommentar in meinem Blog, wenn Du die Sachen so gut findest. Antwortet sie: muss ich mich da anmelden? Was soll ich denn da schreiben….. wtf???
Deswegen habe auch ich meine Erwartungshaltung schwer heruntergeschraubt. Offensichtlich sind manche Sachen einfach nicht repräsentativ und die Stats nur manchmal nur Kosmetik.
Ich verstehe da manche Leute auch nicht. Den Twitter- (oder was auch immer für einen)Button sollte man nutzen, wenn einem ein Beitrag besonders gefällt und man ihn anderen mitteilen möchte. Ist meine Meinung. Aber das kann doch keine Verpflichtung sein. Das ist das gleiche wie beim “followen”. Auch das sehe ich nicht als Verpflichtung. Wenn mir jemand auf twitter folgt, dann tut er das hoffentlich, weil er meine Beiträge interessant findet und nicht, weil er erwartet, dass ich dann auch ihm folge. Umgekehrt handhabe ich das genauso. Die “Spam-Follower” die mehr oder weniger wahllos anderen folgen, in der Hoffnung, dass sie dadurch Follower kriegen, werden von mir ausnahmslos ignoriert – manch verraten sich ja zum Glück schon durch ihre Twitter-Namen. ;-)
Reichweite über Social Media Plattformen erreicht man durch inhaltliche Qualität und eine reale Vernetzung mit interessierten Nutzern. Da hilft auch kein Button weiter, wenn die Beiträge uninteressant, inhaltlich seicht oder gar niveaulos sind. Was zutrifft ist, dass man anhand der @MTs/@RTs jedenfalls nicht imstande ist, zuverlässig den Effekt von Twitter zu messen… leider hilft da auch Topsy nicht immer weiter.
Was ich ebenfalls bestätigten kann ist, dass man mit ein wenig inhaltlicher Variationsbreite und Engagement auch auf Facebook Aktivität stimulieren kann, nur ist es dort definitiv schwieriger – auch weil man selbst als privater Facebook Nutzer nur zu gut weiß, wie rasch die Timeline voll mit Unternehmens-Postings ist, die man wieder loswerden möchte.
Buttons irgendwo einzubauen ist doch immer nur der letzte Schritt…
Seicht ist immer relativ. Wir können auch das gesamte Internet nur noch mit Politik und Fachartikeln zukleistern. Das Leben besteht aber auch noch aus anderen, alltäglichen Dingen.
Auch ich habe eine politische Meinung, und interessiere mich dafür, aber ich denke, es gibt hier schon genug Leute, die sich selber gerne reden hören – da wird auch viel Stuss geschrieben, aber was im Internet steht ist ja gewichtiger – Bullshit. Man kann die Qualität einer Aussage nicht an einem Medium festmachen, aber diesen Eindruck versuchen manche hier zu erwecken. Da ist ja geradezu ein Machtkampf entbrannt..
Viele möchten sich auch über den gängigen Journalismus erheben; ungeachtet irgendwelcher Qualitätsmerkmale – das ist so typisch für Communities, egal in welche Richtung :-) Also auf Twitter lerne ich z.B., dass Second Life eigentlich die ganze Welt retten könnte… :-), dass wir ohne SEO eigentlich so gut wie tot sind und unsere Meinungsfreiheit ständig beschnitten wird, von wegen Netzneutralität.
Es ist hier nicht anders als im Reallife, jeder möchte einem seine Meinung aufstempeln, und eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus…. :-)
Ich bin aus unterschiedlichen Gründen im Internet unterwegs, und möchte auch, dass es so bunt bleibt, wie es ist.
Da gibt es noch eine interessante Sichtweise und ein Vergleich mit Parties der Achtizger. http://spheric.de/keiner-will-mich-ficken Lasst euch nicht vom Titel einschüchtern. Die Sache dahinter die stimmt!
Hallo Andreas,
du bringst es auf den Punkt. Ich denke jeder Blogger bekommt gerne schnell und viel Feedback in Form von Follower, Likes, Kommentaren,… und wenn das ausbleibt wird halt gerne gemeckert. Zudem sind die Erwartungen gerade am Anfang meist unrealistisch. Die Sache ist eigentlich ganz einfach, “Content is King”, nach wie vor. Wer wirklich gute Artikel zu interessanten Themen schreibt bekommt auch automatisch früher oder später Feedback und eine wachsende Community.
Habe da übrigens noch einen Tipp wie man den Klicks auf faire Weise ein wenig nachhelfen kann. ;) Erst gestern veröffentlicht: “10 außergewöhnliche Social Media Icon Sets”.
PS: Artikel “retweetet” und “geliked” ;)
Also bis auf den Seitenhieb auf die Kosmetiklinien geben ich dir vollkommen Recht. Wobei diejenigen noch beherzigen müssen, dass ihr Thema vielleicht nicht so viel Interesse weckt wie beispielsweise Tweets über Fotografie, Webdesign oder SEO.
Und es stimmt auch. Wenn der Content, den du auf Twitter postet, wirklich von Interesse ist bei der Zielgruppe, dann gibt es auch ausreichend RT’s und Mentions, die sich nicht unbedingt im Retweetbutton auf dem Blog wiederfinden…
Dabei sollte man vielleicht aber noch eins beherzigen. Es ist hin und wieder sinnvoll, auf eigene Suche im Web zu gehen, um Interessantes aus den Themenbereichen zu finden und zu posten. Wenn ich lediglich diejenigen Tweeter unterstütze, die aufgrund ihres Contents ohnehin schon populär sind, steigt meine Followeranzahl auch nicht an.
Sehr gute Stellungnahme zum Problem von dir.
Guter Artikel, und das stimmt. Wie ich schon schrieb, wollte nicht mal meine beste Freundin nen Kommentar schreiben, was ich ihr nicht übel nehme und wenn ich das auf fremde Leute hochrechne.. und ich werde auch nicht den Fehler machen, dass ich, was ich da tue, darüber zu bewerten, sondern mich freuen, dass es mir gelingt, dass Leute meine Sachen anschauen, und meine Artikel lesen, was ich dann eben nur über meine Stats sehe und nicht über Kommentare etc.
Nur eines möchte ich noch am Rande zu dem Thema bloggen loswerden. Ich blogge über meine Mode, Kunst, DIY und noch einige Themen. Bevor ich mit meinem Blog gestartet bin, bekam ich von diversen Quellen, von Leuten, die sich sehr mit Blogs beschäftigen, den Rat: Politik und Religion in einem solchen Blog sind tabu!
Nun muss ich aber leider mehrfach feststellen, dass so ziemlich aus der selben Ecke dann Kritik laut wird, dass solche Blogs seicht sind. Ich liebe Doppelmoral…. :-)
@KissfishSue
Seicht ist nur relativ im Rahmen des jeweiligen Themengebiets. Nicht die Themen sind seicht, sondern die Art und Weise, wie diese behandelt werden. Lese ich lieber auf einen Blog mit, der “Urban Street-Fashion” innovativ und immer am Puls der Zeit mit klasse Abbildungen begleitet oder hole ich mir Infos zu “Urban Street -Fashion” von einem der 08/15 Tumblr Re-Blogger, die täglich wiederkäuen, was sie selbst in gut frequentierten “Urban Street-Fashion Blogs” gelesen haben…
Lese ich nur umgeschriebene Fakten, oder eigene Meinungen?
Alles nur blanke Theorie, oder garniert mit Praxisbeispielen?
Egozentrische Verlinkung nach innen, oder hilfreiche Verlinkung nach außen?
Denke schon, dass es Qualitätsmerkmale auch bei Bloggern gibt…
@Sebastian, ich meinte nun nicht explizit Dich damit. Man muss sich das aber schon so ein wenig aufs Brot schmieren lassen, dass solche Blogs irrelevant sind. Das bezieht sich dann aber eben mehr auf die Themen. Jeder meint, sein eigenes Thema ist wichtig.
Und wer eben im Internet über Politik oder IT-Innovationen blogt, fühlt sich oft wichtiger, als andere, und da gibt es auch viele Wichtigtuer.
Nur ich will mich nicht als unpolitischen Mensch, hirnlosen Menschen hinstellen lassen, nur weil ich über was anderes schreibe.
Ich stimme dir in vielen Punkten zu und möchte noch um ein paar Punkte erweitern.
Ich habe auch alle Phasen dessen “durchlebt” was du beschreibst – Kommunikation pur, Enttäuschung (Selbsttäuschung) und teilweise Rückzug. Ein entscheidener Punkt ist für mich der Faktor Zeit. Alleine diesen Artikel lesen, reflektieren und jetzt einen Kommentar schreiben beansprucht einiges an Zeit, was ich gern mache. Wenn ich nun 3-4 Artikel jeden Tag in der Art und Weise wirken lasse, dann ist 1 Stunde nichts. In der Timeline von Twitter wimmelt es von Links, die sicherlich lohnenswert sind zu lesen – es sind aber halt sehr viele und da sind die “Werde Millionär” Links noch nicht berücksichtigt.
Um sich eine eigene Community bei Twitter aufzubauen braucht es auch wieder Zeit und zwar sehr viel. Ich stimme dir zu, dass dies nur über Kommunikation geht – persönlich und direkt. Wenn ich meine Followeranzahl reduziere dann mag das gehen, bei vielen wird es ein schwieriges Unterfangen. Konkurierende Zielsetzungen.
Bei Facebook ist es ein wenig einfacher, da kann ich mich auch zeitversetzt in eine Diskussion einklinken.
Als mein persönliches Fazit stelle ich fest – Content aufbauen und viel Geduld und so viel Zeit aufbringen, wie es eben geht.