Artisteer – Theme Generator
Gestern veröffentlichte Extensoft die neuste Version von Artisteer 2.3 und ich nehme dies nun zum Anlass, über Artisteer 2 einen Bericht zu verfassen denn seit der Version 2.2 hat mich dieser vielseitige Theme Generator endgültig überzeugt. Mit Artisteer kann jeder eigene individuelle Themes für diverse CMS wie beispielsweise WordPress, Drupal oder Joomla, spielend einfach erstellt werden. Klingt zu schön um Wahr zu sein?
Artisteer
Ich besitze Artisteer 2 in der Home Edition nun seit gut 8 Monaten und mache regen gebrauch von dieser Software und erstelle meine eigenen WordPress Themes damit. Gekauft habe ich Artisteer eigentlich nur aus einem guten Grund: Ich wollte Bloggen, fand aber kein passendes Theme. Also habe ich mir die Demo herunter geladen und ausgiebig ausprobiert. Es gibt bei der Demo nur eine Einschränkung, nach dem Exportieren für das jeweilige CMS (in meinen Fall eben WordPress) sind nur sichtbare Wasserzeichen im Theme vorhanden. Funktionen sind in der Artisteer Demo nicht beeinträchtigt oder deaktiviert. Vor dem Kaufen kann man also alles in Ruhe ohne Einschränkungen ausprobieren, das gefiel mir schon gut. Die Artisteer Demo (Partnerlink) kann direkt bei Extensoft herunter geladen werden.
Artisteer Editionen
Von Artisteer gibt es zwei unterschiedliche Editionen. Die Artisteer Home & Academic Edition und die Artisteer Standard Edition. Im Funktionsumfang unterscheiden sich beide Editionen nicht besonders. Die Standard Edition kann allerdings wesentlich mehr Theme Formate exportieren. So lassen sich sich eigene Themes und Templates für folgende CMS Formate exportieren: Drupal, Joomla, Wordpress, DotNetNuke, Google Blogger (blogger.com). Zudem kann auch ein Export als ASP.NET Application oder CodeCharge Studio erfolgen. Das ist ganze Menge wie ich finde.
Mit Artisteer Home & Academic Edition kann man Themes für WordPress, Google Blogger oder auch ein reines HTML Template für eine kleine Homepage erstellen. Das man nun auch Themes für Blogger.com gestalten kann, ist ein langersehntes Feature wonach sehr oft im Artisteer Forum gefragt wurde. Ich denke da wird es demnächst haufenweise neue Themes für geben. Wer also etwas Traffic generieren möchte, nur zu ;-) Beide Versionen sind komplett Mehrsprachig, die Übersetzungen sind sauber umgesetzt. Deutsch ist als Sprache zur Auswahl natürlich auch dabei.
Funktionen und Features
Hier alle Funktionen und Optionen aufzulisten und zu beschreiben würde den Rahmen sprengen. Ich will zumindest versuchen grob auf die wesentlichen Dinge einzugehen. Ansonsten empfehle ich die Demo, dort kann alles intensiv getestet werden.
Artisteer ist ein Theme Generator, auf Wunsch wird also ein komplettes Theme generiert oder es erzeugt für ausgewählte Bereich ein neues Design. Dies gilt auch für Farben, Schrift und Typografie. In Artisteer findet man diese Generierung unter dem Tab “Ideen” und man kann sich alles separat “Vorschlagen” lassen. Selbstverständlich kann man auch alles Manuell einstellen und wenn man merkt das der vorige Arbeitsschritt besser aussah, kann man die letzte Änderung jederzeit Rückgängig machen. Sogar bis zum Ursprung vom Theme. Sehr praktisch.
Es lässt sich wirklich sehr viel Einstellen, das fängt schon beim eigentlichen Layout an. Dreispaltige Themes mit unterschiedlich breiten Sidebars stellen überhaupt kein Problem dar. In der Sidebar lässt sich auch gleich die Position für Kategorie, Archiv, Suche und Blogroll bestimmen. Für WordPress Blogs nicht wirklich interessant aber für andere CMS. Ob nun Header inklusive Menü, Sidebar, Artikel oder Footer, es kann alles separat und individuell bearbeitet und angepasst werden.
Ausstattung
Um schöne Themes oder Templates zu erstellen, benötigt es natürlich auch passende Bilder, Grafiken, Fonts und Texturen. Diese sind selbst in der Artisteer Home & Academic Edition reichlich vorhanden. Eigenes oder fremdes Bild und Foto Material lässt sich ebenfalls importieren und verwenden. So kann man sich schnell einen guten Grundstock für Artisteer aneignen. Texturen lassen sich im Header besonders gut mit den internen Effekten von Artisteer kombinieren und es ist sehr einfach, einen ansprechenden Header zu gestalten. Dies gilt eigentlich für alle Bereiche eines Themes bzw. Templates.
Freunde von runden Ecken kommen hier übrigens auch nicht zu kurz ;-) Den Radius für die abgerundeten Ecken kann man nämlich auch bestimmen. Bei den Fotos, die bei Artisteer mitgeliefert werden, gibt es eine Einschränkung, die hier auch erwähnt sein sollte. Die Fotos dürfen für eigene Themes und Templates verwendet werden. Wer aber die selber erstellten Themes verkaufen will, darf diese Fotos dann nicht verwenden. Dies hat mit dem Lizenz Modell zutun und ist auch so üblich. Fotos sind halt immer mit Lizenzen verbunden und je nach Menge, dementsprechend kostenintensiv. Daher sind auch nicht sonderlich viele Fotos in Artisteer vorhanden, von allem anderen aber sehr viel. Faire Einschränkung mit der ich sehr gut leben kann.
Valider Code und Browser Kompatibilität
Hier leistet Artisteer wirklich tolle Arbeit. Alle erstellten Themes und Templates, sind W3 Standard konform. Was aber noch viel wichtiger ist, die Kompatibilität zu den gängigen Browser ist gegeben. Selbst im IE 6 wird ein Theme sauber dargestellt, es sind also keine nachträgliche Anpassungen mehr nötig. Zu den von Artisteer unterstützten Browser gehören FireFox, Internet Explorer 6-8, Safari, Opera und Chrome. Für die genannten Browser, kann stets eine Vorschau im Browser vor dem Exportieren des Theme oder Template, gemacht werden. Der Valide Code bleibt aber nur so lange erhalten, so lange man nicht anfängt, irgendwelche Voting Buttons nachträglich in das Theme einzubauen. Meistens sind solche Social Buttons Codes (oder WP Plug-ins) und Konsorten, alles andere als Valide. Ist in meinem Blog nicht anders. Wichtiger ist halt die Browser Kompatibilität. Wenn da alles optisch in Ordnung ist dann passt das schon. Suchmaschinen kommen auch bei einem zerschossenen Theme wieder, Eure Besucher hingegen eher nicht.
Nachteile
Die sind auch vorhanden und die will ich hier nicht verschweigen. Das größte Manko ist der Quellcode von einem in Artisteer erstellten Theme. Der Quellcode ist alles andere als schlank zu bezeichnen und ist zu Beginn nicht leicht zu durchschauen. Allerdings ist das meiner Meinung nach, kaum anders machbar. Immerhin muss Artisteer beim generieren, fünf unterschiedliche CMS und Blog Systeme, validen Html/CSS Code und gleich mehrere Browser Kompatibilitäten berücksichtigen. Das ist schon eine ganze Menge wie ich finde. Bei fast jedem neuen Update von Artisteer, wurde der Quellcode aber etwas verbessert.
Obwohl Artisteer recht flexibel in der Gestaltung von Themes ist, können bestimmte Dinge erst nachträglich bzw. außerhalb vom Theme Generator gemacht werden. So kann beispielsweise in Artisteer die Suche nicht im Header integriert werden. Gleiches gilt für Java Elemente wie man sie oft in den bekannten Premium Themes wieder findet. Ist aber alles kein Problem wenn man sich etwas mit PHP und CSS auskennt, nachträgliches integrieren bekommen dann versierte Anwender ohne weiteres hin. Alle anderen brauchen jetzt aber nicht enttäuscht sein denn von mir wird es dazu in Zukunft Anleitungen und Tipps in Form einer Artikel Serie geben.
Fazit
Als ich Artisteer 2.0 vor gut acht Monaten erwarb, war ich zu Beginn recht begeistert doch je mehr ich damit arbeitete, umso mehr fielen mir kleinere Fehler und Nachteile auf. Das war schon etwas enttäuschend. Die Entwickler haben aber diese Bugs kontinuierlich mit jedem Update beseitigt und ständig nützliche neue Funktionen sowie neuen Content eingebaut. Seit Version 2.2 macht das Arbeiten somit wirklich Spaß und störende Bugs konnte ich bisher auch nicht mehr entdecken. Die neue 2.3 Version bringt zudem die lang erwartende Blogger Option mit, die sogar bereits in der Home Edition dabei ist.
Die Preise finde ich für das Gebotene sehr Fair. Für Artisteer Home Edition (Partnerlink), womit man seine WordPress und Blogger Themes erstellen kann, zahlt man je nach Dollar Kurs ungefähr 33 Euro und für die Artisteer Standard Edition (Partnerlink) ca. 87 Euro Wie bereits geschrieben, besitze ich die Artisteer Home Edition und habe diese via PayPal bezahlt. Die Seriennummer zum aktivieren hatte ich innerhalb von 10 Minuten. Ich denke, das ich nächstes Jahr ein Upgrade auf die Standard Edition machen werde denn Drupal und Joomla! sind sehr verbreitet und eine gute CMS Alternative zu WordPress.
Artisteer ist sehr einfach zu bedienen und auch ohne Kenntnisse in PHP, CSS oder HTML lassen sich ansehnliche Themes und Templates gestalten. Mir persönlich gefällt dieser Desktop Theme Generator mittlerweile sehr gut. Für mich war das nun auch ein Grund, mich mehr mit PHP und CSS zu beschäftigen um bessere Ergebnisse zu erhalten. Einfach mal die Demo herunterladen und ausprobieren, es lohnt sich.
Viel Spaß beim Theme erstellen.



Danke für den Einblick in Artisteer. Ich spiele schon lange mit dem Gedanken mir es auch zuzulegen, jedoch wurde ich bis jetzt noch nicht überzeugt. Ich schau mir mal jetzt die neue Version an und dann werd ich mir es wahrscheinlich auch holen.
Danke für den guten Artikel!
Und endlich auch für MAC!
@Christoph
Gern geschehen.
@Markus
War mir ja klar das Du dich darüber freust ;-)
Hallo Andreas, danke für den Beitrag!
Hatte schon mit dem Online-Theme-Generator rumgespielt, aber Artisteer gefällt mir doch (wahrscheinlich) besser. Lader gerade die Mac-Version herunter. Bin ja mal sehr gespannt. :-)
Viele Grüße,
Marco
Hallo Marco,
ich glaube für Dein Vorhaben/Projekt bist Du dann auch etwas flexibler mit aufgestellt.
Gruß,
Andreas
Und wenn man die selbstgemachten Themes frei zur Verfügung stellt? Wie siehts dann aus mit dem Lizenzmodell für die Bilder? Themes sind ja eine nette Möglichkeit massig Backlinks abzukassieren. Erst recht wenn die Themes automatisch für so viele verschiedene Systeme erstellt werden.
Hallo Florian,
die Einschränkung bezieht sich nur auf die Fotos (sind recht wenige) die im Header verwendet werden können. Für die persönliche Nutzung ist es erlaubt. Aus diesem Grund sind auch in meinen kostenlosen Themes keine Fotos enthalten.
Freie Themes sind sicherlich eine Möglichkeit Backlinks zu sammeln. Die Realität sieht allerdings etwas anders aus. Rechne damit, das bei ca. 80% der verwendeten Themes, der Footerlink auf NoFollow gesetzt oder gar ganz entfernt wird. Zumindest ist dies bei WordPress Themes so. Das kann bei Drupal oder Joomla! auch ganz anders sein.
Du solltest Themes daher auch als Traffic Quelle nutzen denn das klappt wirklich gut.
Gruß,
Andreas
Hallo,
damit könnte man ja doch bestimmt Geld verdienen da man die Templates ja ohne die Photos verkaufen darf?
Klar, da spricht nichts dagegen. Ein paar machen das auch, die sind aber hauptsächlich im Englischen Bereich unterwegs.
Gruß,
Andreas
Hallo Andreas, vielen Dank für deinen ausführlichen Artikel!
Nun habe ich eben versucht, eine Testversion für MAC runterzuladen. Anscheinend habe ich Tomaten auf den Augen … denn ich finde nur die Windows-Variante. Kannst du mir da weiterhelfen?
Lieber Gruß von Renate
Erst gucken, dann Fragen stellen…
Hab den Download für Mac gefunden bei “News”.
Darf man Artisteer auch auf 2 Computer benutzen oder muss man sich für jeden Computer eine Lizenz kaufen?
Hallo Steffen,
Du darfst Artisteer auf zwei unterschiedlichen Rechner verwenden und benötigst dafür nur eine Lizenz. Das ist erlaubt.
Gruß,
Andreas
[...] soll das Aushängeschild für den Blog oder Seite darstellen. Je individueller, desto besser. Wer Artisteer nicht kennt oder besitzt kann dennoch mitmachen und später selber experimentieren. Eine voll [...]
Toller Bericht der sich auch mit meinen Erfahrungen deckt. Mehr Photos wären in der Tat nicht schlecht aber die kaufe ich immer nach Bedarf und meine Kunden sind auch zufrieden mit den Templates.
Liebe Grüße,
Marek
[...] Theme Generator auch eigene Designs erstellen. Am besten funktioniert dies mit der Software „Artisteer – Theme Generator“ der auf wp-zone.de vorgestellt [...]
[...] auf gut 2400 Besucher will ich natürlich nicht verzichten. Da ich die Themes größtenteils mit Artisteer erstelle, stellt dies glücklicherweise keinen großen Aufwand dar. Der IE6 wird da nämlich auch [...]
[...] allen Anwender zum herunterladen zur Verfügung. Einen ausführlichen Bericht zur Software kann in diesem Artikel nachgelesen werden. Artikel PDF [...]
[...] für Ende Januar geplante Update für die Theme Generator Software Artisteer, wurde voraussichtlich auf den 05. Februar 2010 verschoben. Das kostenlose Update wird [...]
[...] (Partnerlink) gleich. Wer etwas mehr über Artisteer erfahren möchte, kann dies in diesem Artikel [...]
[...] wurde schon erstellt und wird nun ebenfalls am heutigen Tag gestartet. Die Landing Page wurde mit Artisteer realisiert und wird nicht als statische Seite in WordPress eingesetzt sondern als HTML Hauptseite [...]
[...] sollte natürlich ein Theme fertig gestellt und exportiert werden. Artisteer generiert dabei automatisch die Datei searchform.php, die schon alles Notwendige [...]
[...] mit Artisteer sind halbwegs vernünftige Themes schnell erstellt und so war es auch mit dem Portfolio. Warum [...]
Vielen Dank für die ganzen Tipps. Artisteer ist super für Drupal. Auf meinem Mac läuft Artisteer auch stabil.
Hallo,
Wenn ich das richtig sehe, dann kann man mit Artisteer kein Magazin Layout erstellen, stimmt das?
Oder gibt es hierfür evtl. doch einen Weg?
Hi Sedat,
doch das geht schon nur musst Du, je nachdem was Du haben willst, es teilweise von Hand gestalten. Viele Magazine greifen ja auf Plug-ins oder kleineren Code Hacks zurück, das ist kein großes Problem so etwas selber zu machen.
WordPress bietet ja mit der neuen Post_Thumbnails Funktion, die Möglichkeit, Thumbnails auch auf der Startseite anzuzeigen. Ich würde da aber eher auf Timthumbs zurückgreifen.
Gruß,
Andreas
Also ich könnte mir Artisteer gut für meine kleinen Seiten vorstellen, also Themes als HTML/CSS exportieren…damit würde ich mir sogar die teurere Version ersparen da ich WordPress sehr schätze, aber zu selten einsetze (meine Seiten sind eher statisch).
Vielen Dank für den Artikel!